Bewährte Kabel – neuer Nutzen

Ribbon-Fiber-Kabel kennt der Markt seit den 1980er-Jahren. Sie galten als Spezialprodukte für Telekommunikationsanbieter. Der Bedarf nach mehr Bandbreite und das begrenzte Platzangebot in Kabelkanälen haben nun zu einer beispiellosen Nachfrage nach dieser Technologie geführt.

In Ribbon-Kabeln liegen mehrere Glasfasern bandförmig nebeneinander in einer Klebematrix. Das reduziert den Kabeldurchmesser im Vergleich zu Einzelfaserkabeln. Die Glasfaser weist nach wie vor einen Durchmesser von 125 μm auf. Sie ist jedoch nur noch mit einem 200-μm-Puffer beschichtet. Dadurch können Kabel mit 30 bis 40 % mehr Glasfasern bei gleichem Kabel-Aussendurchmesser gefertigt werden. Weitere Vorteile:

  • In vorhandenen Kabelkanälen kann eine grössere Anzahl Kabel eingezogen werden.
  • Mehr Kabel passen auf eine Bobine.
  • Vier, sechs oder zwölf Fasern lassen sich gleichzeitig spleissen. Das beschleunigt die Arbeit. Ein aus zwei Personen bestehendes Spleiss-Team bewerkstelligt das Spleissen eines 864 Ribbon-Kabels in vier Stunden.
  • Faserreserve und Spleisse benötigen weniger Platz in der Spleisskassette. Beispielsweise passen in die Kassette ST-08 von R&M 32 x 12 Ribbonfaser-Spleissverbindungen (384 Glasfaser-Spleissungen) oder 48 Einzelfaser-Spleissverbindungen (Faktor 8).
  • Dank der Technologie der rollbaren Ribbons können die Glasfaserkabel dicht bestückt werden.
  • Das Spleissen moderner Flachbänder ist oft noch problematisch. R&M empfiehlt, durchgängig einheitliche Grössen – entweder 250-μm- oder 200-μm-Glasfasern – einzusetzen. Das vereinfacht die Handhabung der Spleissgeräte.


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Dieter Studer

By Dieter Studer