Konsequenzen für das LAN-Design bei Einführung von Kat. 8.1

Was passiert
Die Übertragungsleistung im Twisted-Pair-Kupferkabel steigt von 10 auf 25 und 40 Gigabit/s, die Übertragungsfrequenz auf bis zu 2000 MHz. Auf diesen Quantensprung haben sich die Standardisierungsgremien grundsätzlich geeinigt.

Die Übertragungsstrecken müssen jedoch verkürzt werden, um Dämpfungsverluste und Übersprechen beherrschen zu können. Bei 40GBase-T soll die Distanz 24 m betragen. Bei 25GBase-T scheinen nach dem letzten Stand der Erkenntnisse 50 m Reichweite im Bereich des Möglichen zu liegen. Für 10GBase-T gilt weiter die 90 m-Strecke.

Gut zu wissen
Für Planer, Anwender und Entscheider kommt es jetzt darauf an, die kürzeren Distanzen und neuen Optionen vorausschauend zu berücksichtigen. Wer heute in ein LAN investiert, will die Verkabelung erfahrungsgemäss über 15 Jahre hinweg nutzen. Er erwartet Zukunfts- und Investitionssicherheit.

Für 40GBase-T werden bisher hauptsächlich Anwendungen im Bereich der Data Center in Betracht gezogen. Für den LAN-Bereich könnte 25GBase-T durchaus interessant sein. Anwendungsmöglichkeiten für 25 Gbit/s in der strukturierten Büro- und Gebäudeverkabelung zeichnen sich bereits ab. Beispielsweise werden WLAN-Accesspoints der kommenden Generationen höhere Bandbreiten als 10 Gbit/s fordern. 25GBase-T würde diesen lang erwarteten Evolutionsschritt ermöglichen.

Variable Geschwindigkeitszonen im LAN:

Mit einer Reichweite von 50 m könnte 25GBase-T zwei Drittel aller typischen Link-Längen in lokalen Datennetzen abdecken. Damit rückt schliesslich auch der Einsatz von Kat. 8.1-Systemen in den Fokus der LAN-Planung.

Statement
Eine Kat. 8.1-Installation würde ein LAN-Design mit längenabhängiger Übertragungsgeschwindigkeit ergeben. Mit einer geschickten Belegungsplanung können die anspruchsvollsten Übertragungsbedürfnisse abgedeckt werden.

Ein wichtiger Punkt ist die Wahl der Komponenten. Es empfiehlt sich, Kat. 8.1-Systeme mit dem bewährten RJ45-Format zu wählen. Die alternativen Kat. 8.2-Stecksysteme bieten keinen Vorteil bei der Übertragungsgeschwindigkeit und benötigen vergleichsweise teure und umständliche Adapterkabel.

Planer sollten bei der Produktevaluation zwingend darauf achten, dass Kat. 8.1-Komponenten rückwärtskompatibel sind. Will der Anwender beispielsweise weiterhin Kat. 6A-Rangierkabel verwenden, sollte mindestens eine 10GBase-T-Übertragung möglich sein. Achtung! Bei einigen Produkten ist dies nicht der Fall.

Eine weitere Empfehlung: Nach der Installation sollten zwei Abnahmemessungen erfolgen, eine für Kat. 8.1 und eine für Kat. 6A.

R&M steht bei diesem Quantensprung in der Kupferverkabelung an vorderster Front. Das R&M-Labor in Wetzikon entwickelt innovative Kat. 8.1-Produkte für die LAN-Verkabelung. Sie werden zu 100% rückwärtskompatibel sein und eine unschlagbare Performance bieten.



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Matthias Gerber

By Matthias Gerber

Market Manager LAN