Welche Anschlusstechnik kommt morgen?

Was passiert
Die Ecksteine für 40GBASE-T sind erkennbar. Der Fokus liegt auf der Rechenzentrumsinfrastruktur, die in den nächsten Jahren zwangsläufig zu 40 Gigabit Ethernet migrieren wird. Die nötige Kapazität liesse sich zwar mit Glasfaser- oder Twinax-Verkabelung darstellen. Doch traditionelle Twisted-Pair-Kupferverkabelung bleibt die kostengünstigere und flexiblere Lösung – bevorzugt mit dem universellen, handlichen RJ45-Format für die Anschlusstechnik.

Folgerichtig steht nun 40GBASE-T auf der Tagesordnung. Die IEEE spezifiziert voraussichtlich einen Übertragungskanal mit zwei Steckverbindungen, der auf 30 Meter beschränkt ist. Die Übertragungsfrequenz soll auf 1600 MHz hochgeschraubt werden – mit Spielraum bis 2000 MHz.

Gut zu wissen
Die Organisationen IEEE, ISO / IEC und TIA arbeiten parallel an Spezifikationen für Klassen, Kategoarien, Channel und Stecker. Sie werden zum Teil unterschiedliche Parameter definieren.

Im Zentrum der aktuellen Debatte steht die künftige Kategorie 8. Bei TIA wird darunter alles zusammengefasst. Bei ISO / IEC differenziert man: Class-I-Kanal mit Kat. 8.1 Komponenten und Class-II-Kanal mit Kat. 8.2 Komponenten. Der Unterschied: Class I setzt den bekannten und zuverlässigen RJ45 voraus, Class II erlaubt drei unterschiedliche Steckgesichter, die weder untereinander noch mit RJ45 kompatibel sind.

Statement
Es gibt eigentlich keine Alternative zu universellen, hochwertigen RJ45-Lösungen. Vorerst bleibt RJ45 die Nummer eins – auch für 40GBASE-T.



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Dr. Thomas Wellinger

By Dr. Thomas Wellinger

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