Der Weg zu EPON und NG-PON2

Der Bedarf wächst
Der Bedarf an schneller Datenübertragung zu den Endkunden der Netzbetreiber wächst. Passive Optische Netze (PON) und Fiber to the Home (FTTH) müssen noch leistungsfähiger werden. Innovationen in der Laser-Technologie zeichnen sich ab. Die Standardisierungsgremien legen die Messlatte höher.

Neue Normen
Nach den neuen Normen GE-PON und 10GE-PON (die die Übertragung bei 10 Gbit/s in beide Richtungen gestatten) arbeitet die IEEE nun an einer Lösung mit 100 Gbit/s (IEEE P802.3ca). Die ITU hat die GPON-Norm zu XG-PON und XGS-PON weiterentwickelt. Diese erlauben die symmetrische Übertragung mit 10 Gbit/s über eine Distanz von 20 km.

XGS-PON kann als Teil einer umfangreicheren Netzwerkarchitektur betrachtet werden. Gemeint ist Next Generation PON bzw. NG-PON2. Bei dieser neuen Technologie können 4 bis 8 Kanalpaare so genutzt werden, dass Multiplexing über die Zeit und die Wellenlänge erfolgt. Das erfordert jedoch den Einsatz innovativer, bis heute relativ teurer Laser.

Pay As You Grow
Das Modell kann nach dem Prinzip „Pay as you grow“ organisiert werden. Netzbetreiber müssen neue Wellenlängen erst dann integrieren, wenn sie vor Ort mehr Bandbreite benötigen. Gleichzeitig können sie das vorhandene passive Netzwerk nutzen.

Statement
Die aktuellen PON-Entwicklungen können Netzbetreibern helfen, Investitionsrisiken beim Ausbau ihrer FTTH-Netze zu reduzieren. FTTH wird wettbewerbsfähiger und bietet ökonomische Vorteile.

Gleichzeitig eröffnen sich neue Perspektiven. Denn auf Basis der PON-Entwicklungen können Backhaul- und Fronthaul-Glasfasernetze günstiger ausgebaut werden. Der Ausbau wird nötig sein, um den kommenden 5G-Mobilfunk erfolgreich betreiben zu können.



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Dr. Andrés Ferrer

By Dr. Andrés Ferrer