Es geht um mehr als Datenmengen

Es kommt darauf an, das Geschehen auf dem wachsenden Rechenzentrumsmarkt genauer zu betrachten. Denn es geht um mehr als riesige Datenmengen.

  • Die technischen, ökonomischen und quantitativen Herausforderungen nehmen stark zu. Es geht zum Beispiel darum, die Ära der Digitalisierung zu meistern. Rechenzentren müssen effizient und agil auf häufige Veränderungen und kurzfristige Herausforderungen reagieren können.
  • Wettbewerb, Klimaschutz, Sicherheit und weitere Faktoren zwingen zum Handeln. Der Betrieb von Enterprise- oder On Premise-Rechenzentren wird zu aufwändig. Sie verlieren gegenüber Cloud- und CoLo-Angeboten.
  • Serverparks und Netzwerke müssen 24/7 auf Hochtouren laufen. Das erfordert absolute Qualität und die denkbar zuverlässigste
  • Immer schneller. 400 Gbit/s (400G) zieht jetzt in die Rechenzentrumswelt ein. Die Grafik zeigt die Prognose des Absatzes schnellerer Switches bzw. Switch-Ports. Auch Breakout-Verkabelung mit 8 x 50G und 4 x 100G zählt dazu. Grafik: R&M

    Mit der Migration zu 100, 200 und demnächst 400 Gbit/s sollen Rechenzentren den Datenverkehr bewältigt. Was bedeutet das für Infrastruktur und Verkabelung? Zum Beispiel: höhere Verdichtung und noch mehr Kabel in den Racks.

  • Zigtausende oder Hunderttausende Ports und Rangierkabel in einem Rechenzentrum – wer soll diese Massen managen? Deshalb steht die Automatisierung des Netzwerkbetriebs auf der Agenda.
  • Die Kunden erwarten, dass ihre Daten und Anwendungen immer in Echtzeit verfügbar sein. Das zwingt dazu, Latenzzeiten streng zu reduzieren. Helfen können nur Fiberoptik und neuartige Netzwerkarchitekturen.

Unser Report im Fachmagazin CONNECTIONS No. 57 berichtet über weitere Details der aktuellen Marktentwicklung. Lernen Sie auch die modernen Kategorien wie Hyperscale- und Edge- Rechenzentren kennen. Nutzen Sie den Report, um Orientierungspunkte für die nächsten Etappen auf dem Höhenflug zu finden.

Hier können Sie das R&M-Magazin herunterladen.

Treibende Kräfte und kommende Veränderungen auf dem internationalen Rechenzentrumsmarkt. Grafik: R&M

Fiberoptik heute

Ein technischer Aspekt soll an an dieser Stelle besonders betont werden: das Thema Fiberoptik.

Die traditionelle hierarchische Netzwerktopologie mit Core-, Aggregation- und Access-Ebene bewältigt die Datenmengen nicht mehr. Die Daten stauen sich auf ihren Verkehrswegen.

Für die Konnektivität in wettbewerbsfähigen Rechenzentren kommt nur noch Glasfaser in Frage – je nach Bedarf und Architektur als Singlemode- oder Multimode-Fiber.

Die Netzwerkarchitektur grosser Rechenzentren verändert sich. Leaf-Spine heisst das neue Konzept der vermaschten Infrastruktur. Sie reduziert die Latenzzeiten. Grafik: R&M

Vermaschte Leaf-Spine-Architekturen reduzieren die Latenzzeit. Ein Netzwerkgeflecht mit überkreuzender Verkabelung garantiert jetzt, dass die Switches auf der Access-Ebene nicht mehr als einen Hop voneinander entfernt sind.

Auf der Transportebene steigt die Zahl der Fasern. Für 40 und 100 Git/s benötigen Rechenzentren acht Fasern in parallel arbeitenden Paaren. Höhere Geschwindigkeiten erfordern 16 oder 32 Faserpaare. Die Verkabelung muss folglich verdichtet werden.

Die Fiberoptik fordert mehr denn je Präzision. Beispielsweise braucht die aktuelle Pulsamplitudenmodulation 4 (PAM4) bestmögliche Rauschunterdrückung. Wavelength Division Multiplexing (WDM) verlangt eine sehr genaue Signalübertragung und besonders geeignete Kabeltypen.

Wellenlängenmultiplexer benötigen Energie für Laser und Kühlung. Passive Paralleloptik setzt dagegen auf die Skalierfähigkeit und Verdichtung der Infrastruktur. Sie lastet die Racks besser aus, spart Fläche, braucht keine Energie. Auf Basis der Paralleloptik können Rechenzentren schnell zur nächsten Stufe migrieren. Sie müssen quasi nur aus- und einstecken.

Netzwerkmanager sollten dies bei der Zukunftsplanung beachten.

Das leistet R&M für Sie

R&M unterstützt Betreiber, Leiter und Techniker von Rechenzentren sowie Planer, Projektmanager und Installateure mit Produktentwicklung und jahrzehntelanger Erfahrung. Sei es bei der Planung und Produktauswahl, der Bereitstellung kompletter Verkabelungslösungen, der Logistik oder auch bei Abnahmemessungen und Wartungsaufgaben.

Unsere Innovationen für die Verkabelung wie Netscale und QuickRelease (QR) helfen, Kosten, Platz und Zeit zu sparen.

  • Als Antwort auf den Infrastrukturwandel bringt R&M die Fiberoptik-Plattform Netscale 72 auf den Markt. Sie ermöglicht schrittweise Migrationen bei laufendem Netzwerkbetrieb. Die Plattform unterstützt sowohl BASE8- als auch BASE12-Verkabelung.
  • Mit R&M TAP-Modulen, Port Monitoring-Kabeln und dem Infrastruktur-Managementsystem R&MinteliPhy überwachen Rechenzentren jede Netzwerkverbindung zentral, remote, End-to-End, automatisch und in Echtzeit.
  • Mit inteliPhy net erhalten sie eine Software, die das Netzwerkmanagement vollständig digitalisiert.
  • Zur Orientierung stellt Ihnen R&M das Data Center Handbook zur Verfügung.

    Vision: das Kolos-Rechenzentrum im Norden Norwegens. Geplante Fläche: ca. 0,6 Mio. m2. Es wird das fünftgrösste Rechenzentrum der Welt sein und ausschliesslich mit regenerativer Energie betrieben. Grafik: HDR Architects

Unsere Empfehlungen

  • Planen Sie die Rechenzentrumsverkabelung ganzheitlich, höchst präzise und mit Blick auf künftige Upgrades.
  • Netzwerktechnik muss sich schnell an neue Bedürfnisse anpassen lassen: mehr Kapazität, höhere Bandbreiten etc.
  • Top-Anforderungen berücksichtigen: High Density, Latenz, Redundanz, Automatisierung, einfache Wartung.
  • Vorkonfektionierte, modulare Systeme lassen sich schnell, sauber, fehlerfrei und unkompliziert implementieren.
  • Garantierte Betriebssicherheit ist ein Muss bei der Netzwerktechnik. Rechenzentren dürfen nicht ausfallen.
  • Automatisiertes Monitoring der Verkabelung gehört zwingend dazu. Keine Faser darf unbeobachtet bleiben.


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Dr. Thomas Wellinger

By Dr. Thomas Wellinger

Market Manager Data Center